Norwegen 2006

Zurueck zur Reiseseite

Norwegen mit dem Hurtigruten Postschiff 22.2. – 7.3.06

Nun ging es schon zum 3. mal nach Norwegen. Diesmal mit der An- und Abreise per Fähre und Bahn.
Am 22.2.06 ging es in Kiel los. Um 14 Uhr legte die Fähre „Color Fantasy“ ab.
Ein unglaubliches Schiff und gebaut wie ein First Class Hotel einfach riesengroß.

Norwegen auf der Color Fantasy

Es gab nicht nur unglaublich viele Kabinen sondern auch eine Einkaufsstraße, viele Bars, Restaurants, Badeparadies und und und. Pausenlos fanden Veranstaltungen statt. Es ist wirklich mal ein Erlebnis mit diesem Schiff zu fahren aber mehr als 1 Tag wäre mir persönlich zu viel Action, Glimmer und Glitter.

Norwegen

Am 23.2.06 um 9:00 Uhr legte die „Color Fantasy“ in Oslo an.
Sofort ging es per Taxi weiter zum Bahnhof zu unserem Zug. Die „Bergenbahn“ von Oslo nach Bergen fuhr um 10:37 Uhr ab.
Die Bergenbahn ist die höchstgelegene Bahnstrecke in Nordeuropa. Mit einer Gesamtlänge von 470 km Schienen, rund 200 Tunnels und 300 Brücken.
Es waren natürlich viele Skifahrer im Zug und in Finse gab es auch einen längeren Stop um mal ein paar Bilder zu machen.

Norwegen in Finse

Bei wunderbarem Winterwetter mit viel Schnee gingen die gut 7 Stunden Bahnfahrt schnell vorbei.
Eine Superidee hatte mein Reisebüro. Man sitzt wesendlich bequemer wenn man die Komfort Klasse bucht. Außerdem kann man sich die ganze Fahrt mit Kaffee und Tee bedienen.

In Bergen kam der Zug pünktlich um 17:52 Uhr an. Mit dem Taxi ging es dann weiter zum neuen Hurtigruten Terminal in Bergen.
Ein großer neuer Bau und viel besser und näher als vorher. Leider blieb gar nicht viel Zeit um sich alles anzusehen.
Aber das werde ich bei der nächsten Fahrt nachholen.
Nach dem einchecken ging es schon auf das Hurtigrutenschiff.
Dieses Jahr wollte ich mal mit einem der ganz alten Hurtigrutenschiffe fahren und meine Wahl fiel auf die „Lofoten“ Baujahr 1964.

Norwegen MS Lofoten

Es ist natürlich ein gewaltiger Unterschied zu den anderen Schiffen!!!!
Um 22:30 Uhr legte die Lofoten ab und die Fahrt ging los.
Meine Kabine Nr. 208 war eine Doppelaußenkabine zur Alleinbenutzung. Die Ausstattung war sehr einfach und mit 2 Leuten würde es schon sehr eng werden.
Wie bei allen Schiffen muß man nicht nur Seefest sein sondern darf auch nicht zu Geräuschempfindlich sein. Motorenlärm und das An- ud Ablegen hört man sonst immer. Soweit ich gehört habe war es weiter hinten in den Kabinen auf unserem Deck sehr laut.
Aber das Schiff war ausgebucht und dadurch natürlich recht voll.

Wir wurden durch wunderbares Wetter belohnt aber es waren über 0 Grad und dadurch noch kein Schnee. Zu den Touristen kamen natürlich auch noch die norwegischen Reisenden die diese Schiffe als normales Transportmittel wie einen Bus benutzen.

NorwegenEinen Tag unterhielt uns jemand mit Musik

Am nächsten Tag kam gleich ein längerer Aufenthalt in Alesund. Eine sehr schöne kleine Stadt die wunderschöne Jugendstil Häuser hat.
Auf der Reise legt das Schiff 34 mal bei der Hin und auch 34 mal bei der Rücktour an.
Die Zeiten sind so gelegt dass man alle Häfen die bei der Hinfahrt Nachts angesteuert werden bei der Rücktour am Tage sieht.

Norwegen Alesund

Weiter ging es Richtung Norden.

Die Kabine war sehr eng und man hat fast keine Möglichkeit seine Sachen unterzubringen. Also bleibt alles im Koffer.
Das Kabinenbett ist sehr bequem und ich habe immer gut geschlafen auch bei stärkerem Seegang.
Die Geräusche höre ich auch nicht. Als Großstädter ist man ja auch so einiges gewöhnt.

In Trondheim am nächsten Tag wurden wieder die Geschäfte unsicher gemacht.
Am 25.2. kam dann der Ratewettbewerb für die Polarkreisüberquerung.
Jeder konnte seine getippte Zeit der Polarkreisüberquerung aufschreiben und dann toi toi toi.

Allerdings hatten wir an diesen Abend sehr starken Seegang und das Abendessen wurde zur Wackelpartie.
Auf den Tischen taten Gummidecken gute Dienste damit nicht alles gleich vom Tisch gefegt wurde.
Die Reihen der Mitfahrer lichteten sich im Speiseraum und plötzlich saß ich alleine an unserem 6er Tisch als das Essen serviert wurde.
Es flogen etliche Gläser und Teller durch die Gegend aber das Essen war sehr lecker. Wie es aussieht bin ich seefest.
Also habe ich nicht nur für mich sondern auch für Freundin Helga den Polarkreistipp abgegeben.
Wie sich später rausstellte hatte ich mit der Zeit vom Tipp für Helga genau ins Schwarze getroffen. Juhuuuu….

Norwegen Wasser wie geschmolzenes Blei

Später ließ der Seegang wieder nach.
Es folgten wunderschöne Tage auf See und viele Landausflüge.

Norwegen Wolken und Wasserfotos ohne Ende

Ab der Nacht zum 27.2. wurden wir auch mit Nordlicht verwöhnt.
Es ist immer wieder beeindruckend dieses Naturschauspiel zu sehen.
Jede Nacht konnten wir dann Nordlicht sehen.
Wie grün-gelbe Vorhänge wabten Schleier über den Himmel. Manchmal nur an einer Stelle um sich dann wieder über den ganzen Himmel zu ziehen.

Es wurde kälter und es fiel viel Schnee.

Norwegen

Am Mittag des 27.2. fand dann die Polarkreistaufe statt.
Helga wurde als erste getauft und bekam noch ein Geschenk weil ihr Tipp mit der richtigen Zeit auf Platz 1 gelandet war.

Norwegen

Danach mußte jeder nach vorne und bekam eine Kelle mit Eiswasser in den Kragen geschüttet.
Zur Belohnung gab es ein Glas Wein und eine Urkunde.
Immer wieder eine lustige Veranstaltung und wir haben viel gelacht.
Allerdings musste ich mich erstmal umziehen weil das Eiswasser den ganzen Rücken runtergelaufen war.

Norwegen

Am 28.2. fand dann der Ausflug zum Nordkap statt.
Bei meiner letzten Reise war dieser Ausflug ausgefallen.
Eine Busfahrt bei schönem Wetter und sehr viel Schnee brachte uns zum Nordkap. Wir ca. 30 Leute waren ganz alleine dort weil im Winter natürlich wenig los ist.
Im Sommer soll es vor Touristen nur so wimmeln.
Ich konnte mich gar nicht sattsehen an den wunderbaren Wolkenbildern.

Norwegen am Nordkap

Norwegen am Nordkap

Nachdem wir alles angesehen hatten ging es wieder mit dem Bus aufs Schiff.
An dem Abend war wieder starker Seegang. Der Bestand an Bord mit Armbändern gegen Seekrankheit war restlos ausverkauft.
Auch die Kaugummis sollen sehr gut helfen.

Am 1.3. legten wir in Kirkenes an. Das ist der äußerste Punkt der Reise und ab da geht es wieder südwärts.
Hier fand nun unser lang ersehnter Ausflug zur Barents-Safari statt.
Auch dieser Ausflug war bei der letzten Reise ausgefallen.
Mit dem Bus ging es eine kurze Strecke zum Startpunkt am Anfang eines Fjords.

Norwegen Kirkenes - Berlin 2101 km

Jeder bekam einen Overall und einen Sturzhelm. Der Overall wurde über alle anderen Sachen gezogen.
Das ganze hatte etwas von einer Horde Michelin-Männchen.
Aber bei 17 Grad Minus muß man wirklich sehr gut geschützt sein.
Dann wurden wir auf die Motorscooter losgelassen. Immer 2 Leute ein Scooter.

Norwegen

Ein tolles Gefühl den Fjord langzurasen.

Norwegen

Am Ende des Fjords wurden die Plätze getauscht damit jeder mal fahren konnte.
Ich bin bei der Rückfahrt an der Reihe gewesen. Hat einen Riesespaß gemacht mit 70 km die Stunde über das verschneite Eis zu flitzen.

Helga und ich in Action, wer es sehen will bitte hier klicken!!! reisen
Da werden wir gerade überholt........

Unterwegs gab es noch Rentiere zu sehen. Leider gaben die Kameras ihren Geist auf durch die Kälte.
Durch den Fahrtwind ist es sehr sehr sehr kalt.
Ein Super Ausflug den ich bestimmt wiederholen werde wenn ich wieder eine Hurtigrutenfahrt mache.

Norwegen
In Kirkenes dampft das Wasser weil es wärmer als die Luft ist.

Wieder auf dem Schiff ging es nun südwärts, begleitet durch viel Schnee, Seegang und Nordlicht.
Auf der bisherigen Strecke waren viele Reisende ausgestiegen.
Die komplette Tour fuhren ca. 50 Personen.
Jetzt ist auch mehr Platz auf dem Schiff und wir hatten viel Spaß.

Norwegen Rembrand lässt grüssen!!!
An dieser Stelle einen Gruß nach Holland.

Manchmal kam es auch zu Verwechslungen da dieses Jahr wohl blau die bevorzugte Farbe der Kleidung war!!

Norwegen die 3 blauen
Hier einen Gruß nach Norddeutschland!

Das Schiff hatte ca. 1:30 Sunden Verspätung. Aber bis Trondheim wurde die Zeit wieder aufgeholt.
In Hammerfest hatten wir wieder einen Zeit an Land. Der Eisbärclub hat einen neuen Standpunkt und ganz tolle neue Räume.
Ich habe gleich mal meinen Bestand an Eisbären und Rentieren aufgestockt. Jedes Mal kommt ein Tierchen dazu.

Am 3.3. Nachmittags fuhren wir durch den wunderbaren Raftsund.
Das ist meine Lieblingsstrecke aber genau in diesem sehr engen Teil tobte ein Schneesturm und es war fast nichts zu sehen.
Auch den Eingang zum Trollfjord konnte man nur erahnen.
Kaum waren wir wieder in breiteren Gewässern klarte der Himmel auf.

Norwegen

Der letzte Tag auf See kam mit sehr schönem Wetter und ruhiger See.
Nun konnte ich die „7 Schwestern“ und den Berg „Torghatten“ knipsen. Da hatte ich bisher immer eine Wolkenwand davor.
Am 5.3. war die schöne Zeit auf See vorbei.
Das Schiff hat mir nicht so gut gefallen aber es war mal ein Erlebnis auf so einem alten Postschiff zu fahren.

Norwegen

Um 6:30 Uhr legten wir pünktlich in Trodheim an.
Viel Zeit blieb uns nicht denn um 8:25 Uhr fuhr unser Zug am Bahnhof ab.

Mit der Dovre-Bahn ging es von Trondheim nach Oslo. Eine ca. 550 km lange, wunderschöne Bahnfahrt durch verschneite Berge.
Die Ankunft um 15:13 Uhr führte uns zum Radisson Plazza Hotel wo wir noch eine Übernachtung in Oslo hatten.
Ein Riesenhotel mit 5 Sternen.

Da die Fähre erst am nächsten Tag um 14 Uhr ablegte hatten wir noch viel Zeit um uns Oslo anzusehen.
Am 6.3. ging es dann um 14 Uhr mit der „Kronprins Harald“ los in Richtung Kiel.
Diese Fähre ist etwas kleiner und ruhiger als die „Color Fantasy“. Das gefiel mir viel besser.
Die Kabine war im Gegensatz zum Postschiff riesig.

Norwegen unser letzter Abend

Wir hatten noch einen schönen Abend. Unsere letzten Norwegischen Kronen wurden ausgegeben.
Bei Musik und Tanz ging der Abend zu Ende.

Norwegen

So endete meine 3. Postschiffreise am 7.3. um 9:30 Uhr in Kiel.
Vom Terminal sind es nur ein paar Schritte zum Bahnhof und dann ging es nach Berlin.

Das war bestimmt nicht meine letzte Hurtigrutenreise.

Norwegen

Allerdings würde ich dann wieder mit einem Schiff der etwas neueren Baureihe fahren.
Aber das ist Geschmackssache denn gerade die Nostalgiefahrten mit den ganz alten Postschiffen sind sehr beliebt und ausgebucht.

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